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News

Progression Procession

written by Tyrme at Monday, May 20th 2013, 11:49pm

Uns hat es so gut im Thron des Donners gefallen, dass wir glatt unseren Aufenthalt in der Ferienanlage verlängert haben.
Hier ein paar Urlaubsbilder von unseren letzten Aktivitäten *hicks*



20. Mai 2013, Iron Qon, 25 / heroisch



5. Mai 2013, Horridon, 25 / heroisch



29. April 2013, Ji'Kun, 25 / heroisch

Sport ist Mord - Tortos (heroisch) besiegt

written by Tyrme at Tuesday, May 7th 2013, 11:23am

Während unsres Aufenthalts in der Freizeitanlage "Thron des Donners" organisierten die Animateure für uns eine Begegnung zwischen unserem Verdammte Horde SV und dem FC Tortos. Das Match fand am frühen Montagabend in der örtlichen TDD Sportarena statt.

Im Abschlusstraining am Vortag hatten die Hordler nochmals ihre Strategie gegen diese respektablen Gegner verfeinert.

Der FC Tortos mit starkem Antritt begann schon kurz nach Start der Begegnung den Druck auf ihre Gegner zu erhöhen. Gute Chancen konnten zu Beginn seitens des VHSV nicht verwertet werden doch die Mannschaft um das erfahrene Trainerpaar des SV gab sich kampflustig und trieb die Mannschaft weiter nach vorne.

Immer wieder ergaben sich harte Rangeleien im Mittelfeld und die Abwehr des VHSV musste sich bemühen die Tortos-Stürmer unter Kontrolle zu halten. Der Unparteiische schien nicht besonders entscheidungsstark an diesem Abend und so blieb manch harte Grätsche und andere Fouls vom Kaliber eines Roundhouse-Kicks schlicht ungestraft.

Ein Rückzug kam für die Hordler allerdings nicht in Frage und so stürmten sie immer wieder aus der eigenen Hälfte nach vorne. In der zweiten Halbzeit konnte dem erfahrenen Torjäger der VHSH immer wieder der Ball auf den Fuß gelegt werden. Torschütze Dessalinho nutzte die gebotenen Chancen und verwandelte konsequent für den Keeper des FC unhaltbar. Damit brachte sich die Verdammte Horde schließlich nach einem harten Match zum verdienten Sieg über den FC Tortos.

Die Begegnung endete mit einem fairen "Shake-Hands" zwischen den Teams und der anschließenden Party des Verdammte Horde SV bis spät in die Nacht.
Der FC Tortos soll die Niederlage nicht gut verkraftet haben und das Team sei anschliessend auseinandergebrochen.




Der Überzeuger

written by Tyrme at Sunday, May 5th 2013, 1:07pm

Werbung, Werbung...Wärgerung. Jeden Tag verstopfen dutzende werbende Schriftstücke den Gildenbriefkasten.
Einige wenige sind aufwändig auf echtem Schreibleder verfasst - die Masse eher auf wellig-welkem Papyrus. Dann gibt es noch die ungeliebten bemalten Steine die als Wurfsendung im Vorgarten oder Fenster landen.

Eine der attraktiveren Werbemaßnahmen landete nicht innert Sekunden im Feuer. Dabei ging es um eine neue Freizeitanlage mit Hotel auf der Insel im Nordwesten von Pandaria die jüngst dem Tourismus zugänglich gemacht wurde. Seit der Eröffnung strömen täglich hunderte Besucher auf die hippe Destination um auf Schatzsuche zu gehen, die Ruinen zu begutachten, Raptoren zu füttern (vorzugsweise nicht mit den eigenen Gliedmaßen) oder etwas exklusives beim Bummel im Shadopan-Einkaufszentrum zu erstehen.

Bei dem Ferienressort war die Rede von einer elektrisierenden Atmosphäre und von organisierten und spannenden Abenteuern. Das Ganze war allerdings für Erwachsene only. Sorry Kids ihr müsst zu Oma, Opa oder anderen verfügbaren Verwandten. Alternativ auch den Nachbarn von gegenüber die man eigentlich nicht so gut riechen kann, aber mit den gerade wieder sehr aufsässigen Kids etwas ärgern könnte.

Die meisten von uns waren bereits auf der Insel des Donners gewesen und grundsätzlich hatte es uns dort gefallen. Ein bisschen Entspannung würde gut tun. Daher entschlossen wir uns zu einem Besuch in der "Thron des Donners" genannten Anlage und buchten ein paar Tage Urlaub.

Der Anreisetag war gekommen, aber statt schnell einzuladen und loszufahren verzögerte sich alles scheinbar endlos.
Einige hatten sich in der Abreisezeit vertan, andere mal wieder irgendwas vergessen und mussten es unbedingt noch holen. Schnuffikissen? Unbedingt? Wirklich?
Natürlich kamen wir dann noch in den obligatorischen Stau und erreichten dass Hotel dann erst spät in der Nacht. Mit Murren und Knurren begab sich unsere Gruppe zum Empfang um unsere Zimmerschlüssel entgegen zu nehmen und mit einer hoffentlich guten Portion Schlaf den Tag hinter uns zu lassen.

Die Halle war leer. Die Kerzen schon weit herunter gebrannt. Hinter der Theke stand ein dürrer Troll mittleren Alters mit einem seeehr besorgten Gesichtsausdruck. Auf der Namensplakette stand Mr. Jin. Nervös blickte Jin auf seine Uhr und hielt im Wechsel nach rechts und links Ausschau. Seine Ablösung war seit Stunden überfällig. Er musste los. Sofort. Ungeduldig wechselte es sein Gewicht von einem Bein auf das andere während unsere Truppe sich unaufhaltsam näherte. Er schloss kurz die Augen und versuchte sich selbst zu beruhigen. "Du schaffst das. Kein Problem". Er nahm nochmal einen tiefen Schnaufer. Als er die Augen wieder öffnete drängten wir uns bereits gegen den unter dem Gegendruck ächzenden Tresen.



Ängstlich machte Jin einen halben Schritt zurück, zwang sich zu einem Lächeln und versuchte uns mit seiner dünnen Stimme zu begrüßen. Doch 24 andere Stimmen prasselten energisch mit Namen, Fragen und Sonderwünschen und anderem Unsinn auf ihn ein. Nochmals schloss er die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Die Ohren waren wie bei einem Hasen unterwürfig nach hinten geklappt. Schweißtröpfchen bildeten auf seiner Stirn.

"B-B-Bitte. Wie kann ich ihnen helfen. E-E-Einer nach dem anderen..." stammelte er hilflos.

Es half nichts. Zwei Dutzend Gäste bestanden alle darauf zuerst bedient zu werden.

Jin flüsterte ein letztes unhörbares "B-Bitte..." bevor er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht abwandte.
Danach wurde es schnell still in der Empfangshalle. Keine quasselnden, quengelnden und sich übertönenden Anfragen.

Ein tiefes und lauter werdendes grollendes Grunzen hallte durch den Empfangsbereich. Das brutale Krachen von Knochen wie Baumstämme beim fällen ließ und zusammenzucken. Jin's bis dahin kurzer Schatten am Boden verdoppelte... ach was verdreifachte sich. Der Tresen ächzte erneut nur diesmal schob er unaufhaltsam die gesamte Reisegruppe einen Meter zurück Richtung Eingang. Der ehemals schmächtige Mr. Jin war verschwunden und hatte sich in etwas „anderes“ verwandelt.
Fast vier Meter hoch, breit und tief drehte sich nun Mr. Rokh wieder zu uns um. Begleitet von einem tiefen Schnauben
musterte er uns eindringlich einer nach dem anderen. Es war weiterhin so still, dass man hören konnte wie einige bei dem Anblick diese Hünen schwer schlucken mussten. Einige Augenpaare waren zum Stoßgebet geschlossen. "Kein Problem. Wir schaffen das."




Mr. Rokh zeigte mit einem Kopfnicken auf die bereits auf der Theke ausgelegten Zimmerschlüssel.
Zögerlich und mit ausgestrecktem Arm tasten wir uns an die Schlüsselpaare heran und zogen
blitzschnell den Arm wieder in Sicherheit. Alles schien noch unter Kontrolle.

Die Schiebetüren des Eingangbereichs öffneten sich und unser Fahrer, die Nr. 25 unserer Reisegruppe, schob schimpfend einen überladenen Gepäcktrolley mit einer schrill quietschenden Rolle vor sich her. Er beklagte sich lauthals warum man als Gast die Schranke selbst auf und zu machen müsste. Warum der Parkplatz so weit weg vom Hotel war. Warum kein Personal zur Stelle war um beim Ausladen zu helfen und ob es verdammt nochmal nicht zu viel verlangt wäre dieser quietschenden Rolle einen Tropfen Öl zu spendieren?

In seiner Tirade hatte der kleine Goblin keinen der dezenten Hinweise seiner Mitreisenden mitbekommen doch gefälligst die Klappe zu halten. Verwundert von der Stille trat unser Fahrer hinter dem Berg von Taschen hervor. Seine Kinnlade vollzog eine rasche Abwärtsbewegung und der sonst so gesunde Hautton verblasste zu einem unnatürliche Mehlton.

Besorgt schauten wir zögernd wieder Richtung des muskelbepackten Trolls in der Hoffnung alles wäre noch gut.
Doch der Funke war übersprungen und nicht mehr zurück zu holen. Mühelos sprang Mr. Rokh einem mächtigen, alles erzitternden Satz in die Mitte der Halle. Mit Leichtigkeit schnappte es sich den Gepäcktrolley hob ihn mal eben ein paar Meter in die Luft und pflückte -ohne die Augen vom Goblin zu nehmen- mit zwei Fingern die quietschende Rolle vom Bodenbrett um sie dann dem vorlauten Goblin vor die Füße fallen zu lassen. Er drehte sich um und schüttelte unser gesamtes Gepäck über uns aus. Uns mit einem druchdringen Blick fixierend griff er einen zweiten Trolley auf dem unsere Begrüßungstaschen vom Hotel vorbereitet waren und ließ auch diese über uns herabregnen. Auch der zweite Trolley landete krachend und zerstört in der Ecke. Langsam und bestimmt streckte er den Arm in Richtung Aufzug aus. Mit einem letzten tiefen Grollen riss er uns aus der Erstarrung.

Alles klar. Zimmer – jetzt. Jup, wir waren überzeugt. Nachfragen wegen Minibar, Schoki auf den Kissen und der Wurstauswahl beim Frühstückbuffet waren nicht so wichtig. Eifrig klaubten wir unsere sieben Sachen vom Boden und eilten auf die Zimmer während Mr. Rokh uns mit feurigen Augen hinterher blickte.



Showdown - Jan-xi und Qin-xi (heroisch) besiegt

written by Tyrme at Monday, February 11th 2013, 8:40pm

Wer kennt sie nicht: Jan-Xi und Qin-Xi. Die beiden Mogu-Brüder waren bis vor kurzem regelmäßig als Gladiatoren im Einsatz in den Arenen von Pandaria. Sie haben sich erfolgreich durch unzählige Gegner und mehrere Gewichtsklassen nach oben geprügelt. Ihre Siege sind zu zahlreich um hier alle genannt zu werden. Weiter nach oben geht es für die beiden nicht mehr.

"Wir lieben Kampf ... und die Herausforderung. Status quo uns langweilt. Schnellhaft." sagte Qin - nahm seinen Bruder daraufhin spielerisch in den Schwitzkasten und klopfte ihm herausfordernd auf den Schädel. Dies ließ sich Jan natürlich nicht gefallen und reagierte instinktiv. Nach zwanzig Minuten und einem wilden Gerangel konnten wir unser Gespräch fortsetzen.

Wer die beiden Hünen gesehen hat wird sich fragen was könnte es für die Jungs noch interessantes geben?

Das Angebot für Zuschauer in der Unterhaltungslandschaft von Pandaria war in den letzten Jahre weder üppig noch abwechslungsreich. Die meisten Freizeit-Veranstaltungen waren in der Regel nur Abwandlungen von Arena-kämpfen um Leben oder Tod. Alleine oder in kleinen Gruppen gegeneinander oder andere übermächtige Gegner. Neben vereinzelten Kochshows und Brauabenden war hier wenig los. Dies hatten auch die Xi-Brüder erkannt, denn wenn sich nicht selber kämpften oder mit ihrem langjährigen Trainer Peng Faustdrauf trainierten gab es nichts um zu entspannen und sich zur Abwechslung mal selbst unterhalten zu lassen.

Auf die Frage nach ihren Plänen für die Zukunft: "Wirrr brrringen neues Konzept: Kampf mit Worrrten statt Faussst und Stahl." antwortete Jan mit seinem gewohnt starken Akzent und noch sichtlich außer Atem von dem Handgemenge mit seinem Bruder. Viel mehr konnte den beiden nicht mehr entlockt weil sie zur Vorbereitung der Show schon wieder weiter mussten. Sie verwiesen auf den ersten Austragungstermin und luden uns sogar als Kandidaten ein.

Einige Wochen später war der Tag der Austragung der neuen Show da. Wir waren etwas früher in den Tresor Studios angekommen um den üblichen Zickenterror um die Vergabe der Garderoben zu vermeiden.
Glücklicherweise hatte wir noch die freie Wahl und konnten eine größere Lounge ergattern.

Ausgestattet mit erstaunlich flauschigen rosa Kissen ließen wir uns in selbige fallen und versuchten etwas zu entspannen. Kaum niedergelassen gab es zur Begrüßung Getränke für alle. Um unsere Aufregung zu vertreiben und um sicher zu stellen das wir ein entsprechend loses Mundwerk für die Show hatten wurde uns Arkanschlag als passender Cocktail serviert. Eine sehr potente Mischung diverser Alkoholika mit einem gewissen Kick. Der Mix wird einem direkt über eine Eisfalle (Sieb) in den Kelch serviert. Die unglaubliche Kälte lähmt die Geschmacksnerven ausreichend und macht das ganze angenehm trinkbar. Wie so oft hatten nicht alle vorher gegessen, so dass die Wirkung sich bei dem einen oder anderen schnell einstellte.

Vor der Garderobe war plötzlich ein lautes Rumpeln und klirren zu vernehmen. "Mensch, pass doch auf!" hörten wir den Assistenten aufschreien. "Heute Horde! Nix Allianz! nächste Woche wiederkommen!" Auf unsere letzte Runde Arkanschläge vor der Show mussten wir wohl verzichten.

Klopfen an der Tür.

Assistent Cho Schilderzeig war gekommen um uns auf die Bühne zu begleiten.

Die Show begann mit roten Bühnenfeuerwerk und ein paar Mogu-Tänzerinnen die zu Dancing Queen sich über die Bühne bewegten. Ja "bewegen" und nicht tanzen, denn diese Mogu-Schönheiten waren breit, hoch und schwer wie zwei Kleiderschränke und genauso agil. Nach ihren Luftsprüngen bebte das ganze Studio. Wäre eine gestolpert und hätte dabei jemanden erwischt wäre das schlicht unheilbar! Jedoch den Xi-Brüdern schien dies aber außerordentlich zu gefallen denn sie pfiffen und feuerten sie eifrig hinter der Bühne an. Die Musik ebbte ab, das Licht wurde leicht gedimmt und die bulligen Grazien trotteten von der Bühne.

Auftritt: die Gebrüder Xin. Zu Beginn der Show folgte die übliche Begrüßung und etwa small talk den ein Mogo-Duo halt so bieten kann. Danach dann die Vorstellung der Kandidaten mit ein paar Anekdoten zu Hexenmeistern und deren unerfüllten Traum nach einem Massenport - statt jede Seele einzeln durch den Portstein ziehen zu müssen.

Zeit für die erste Action-Runde. Wenn man Pantomime denn "Action" nennen will.
Ein Abfolge von 10 Bewegungen wurden vorgemimt und mussten exakt wiedergegeben werden. Erschwerend kam hinzu, dass der Anteil des potenten Riechwassers der Xin Brüder in der Studioluft inzwischen toxisches Niveau erreicht hatte und wir mit tränenden Augen und verschwommener Wahrnehmung zu kämpfen hatten. Doch zahllose Stunden des Nachtanzens vor den Spiegeln der Aerobic-Studios von Azeroth zahlten sich aus und die Runde konnte sicher gewonnen werden.

Es folgten die angekündigten Frage- und Antwortspiele. Falsche Antworten wurden mit einem lebensbedrohlichen Stromschlag belohnt. Also kein besonderer Druck solang wir genug Antwortgeber zum durchwechseln hatten.

Einige der Fragen waren echte Kopfnüsse und benötigten etwas Beratung. Während wie die Köpfe zusammensteckten wurde es oft ganz still im Raum und man konnte hören wie Nimmersatt, unser aktuelles Raupen-Masskottchen, genüsslich am Studioteppich knabberte.
Einige Antworten später kam dann die abschließende Frage. Überzeugt den Jackpot für sich behalten zu können nickten sich Jan-Xi und Qin-Xi mit einem dünnen Grinsen zu. Das Quadrat an der Fragewand leuchtete auf und fragte die Teilnehmer was ein "Endoplasmatisches Retikulum" sei.

*BIIINGGG!*

Der Buzzer ging schon los bevor einige die Frage überhaupt zu Ende gelesen hatten. Ein Raunen ging durch die Menge und fragende Blicke wurden ausgetauscht.

Selbstsicher und mit erhobenen Kopf stand ein kleiner Goblin vorne am Podest.
"Wissen sie, ich bin Jäger und Ingenieur aus Leidenschaft..." begann er seine Antwort. "...daher weiß ich ganz genau was ein Endoplasmatisches Retikulum ist! Ich besitze sogar selbst ein traumhaftes Exemplar! Es ist natürlich ein Zielfernrohr! Dessen Clou befindet sich im Inneren. Ein durch Hochfrequenz Plasmafäden beleuchtetes Ansehen oder auch Fadenkreuz genannt mit Restlichtverstärker. Dies ermöglicht zu jeder Tages- und Nachtzeit eine optimale Zielpeilung. Ob Kuh oder Deathwing. Hergestellt wird das kleine Wunderwerk vom Clever Crosshair-Team in Grossoptikhausen."

...Stille...

Ewige Sekunden vergingen während das Publikum und wir gebannt zu dem Moderatoren Duo schauten. Die Xin-Brüdern genossen es sichtlich alle auf die Folter zu spannen.

Dann gingen ihre riesigen Hände jubelnd in die Luft. Die gedimmte Spotbeleuchtung ging auf Stufe 12 und machte damit fast der Sonne Konkurrenz. Feuerwerk explodierten in allen erdenklichen Farben und Konfetti regnete in erstickenden Mengen von der Decke. Das Publikum tobte und wir feierten den Sieg noch lange an diesem Abend.




Flinke Beinarbeit - Garalon (heroisch) besiegt

written by Tyrme at Monday, January 28th 2013, 12:16am

Kleiner Tipp: Das nächste mal, wenn ihr einen Goblin seht schenkt ihm doch ein bisschen Beachtung. Muntert ihn auf! Nehmt ihn ernst statt euch wieder mal lustig zu machen. Ja, Gobos sind oft etwas schrullig und gelegentlich leicht durchgeknallt. So sind sie halt. So kennt man sie. Als kleine Wesen in einer großen Welt haben sie es nicht immer leicht. "Ja und? Was wird ein klitzekleiner Goblin denn schon fieses machen wenn er/sie an seine Grenzen gebracht wird?" - könnte sich nun so mancher denken. "Die große Rache des kleinen Gobo?" Wer nun schmunzelt sollte sich folgende kleine Geschichte anhören.

Als bei dem letzten großen Ingenieurskongress die angereisten Goblins mal wieder nur belächelt und ihre großspurigen Ideen abgewunken wurden war das Maß für jene voll. (Aus Fairness sollte erwähnt werden, dass ihre Erfindungen nicht die zuverlässigsten sind.) Wütend und verbittert verließen die Gob-Ings den Kongress und formten wenig später einen Pakt. Sie schworen sich mit Ihrer nächsten Erfindung allen das Lachen im Halse stecken zu lassen und den Respekt zu ernten der ihnen gebühren würde.

Die kommenden Wochen und Monate planten die Meister der mechanischen Handwerkskunst im Verborgenen an ihrem nächsten Projekt. Rund um die Uhr wurde geschweißt, gehämmert und gelötet. Gewalzt, gebogen, genietet, geschliffen und lackiert. Gewaltige Materialmengen wurden zusammengetragen und dabei geschickt über diverse Quellen angefordert um jede Aufmerksamkeit zu vermeiden. Da wurde an etwas größerem als an einem verbesserten mechanischen Eichhörnchen oder neuen Raketenstiefeln gewerkelt!

Die Zeit verging. Der Sommer und der Herbst kamen und gingen. Seit dem genannten Kongress waren einige Monde verstrichen. Wir waren mit unserer Truppe gerade zu Besuch im "Herz der Angst", dem Palast der Mantiden in der Schreckensöde. Auf einer der oberen Aussichts- bzw. Landeplattformen machten wir ein wenig Pause und verschnauften. Wir plünderten unsere mitgebrachten Vorräte. Die Stimmung war gut und die Unterhaltungen angeregt. Daher vernahmen wir nicht das zunächst nur leise und kaum wahrnehmbare seltsame Brummen das von draußen über den Balkon zu uns vordrang. Immer lauter und lauter wurde es. Das zunächst monotone Brummen wurde komplexer. Neben dem niederfrequenten Wummern hatte sich ein Rattern, Knattern und Klappern eingestellt. Wir schauten uns gegenseitig fragend an. Das Brummen wurde immer lauter und man konnte merken wie der Palastboden leicht zu vibrieren anfing. Hastig verstauten wir unsere ausgebreiteten Mitbringsel und brachten uns in eine defensive Formation.
Aus dem dumpfen Dröhnen war inzwischen ein Höllenlärm geworden. Alles Vibrierte. Visiere klapperten. Hätte es welche gegeben wären die Blumenkübel über den Balkon gewandert. Einige blasse Gesichter ließen darauf schließen dass sie nicht glücklich über ihren durchgeschüttelten Mageninhalt waren. Anderen schien es nicht viel auszumachen. Und dann war noch der eine der breit grinsend seinen Rücken intensiv an einer der Säulen am Eingang schubberte und die auflockernde Massage genoss.

Staub, Blätter und Äste wirbelten hoch. Inzwischen konnte man nur noch schreiend oder mit Gesten kommunizieren. Wir hatten uns noch etwas weiter in den Palast zurückgezogen und starrten gebannt über die Kante der Plattform.
Es dauerte nicht mehr lange bis ein flatterndes, summendes Ungetüm sich langsam über die Kante erhob. Sekunde um Sekunde verging und es kam immer mehr von diesem Ding zum Vorschein. Es war ... riesig!
Die Luftverwirbelungen waren inzwischen so stark, das wir uns kniend dem Gegenwind stellen mussten. Ein paar Momente später hatte sich dieses fliegende Etwas schließlich vollends über die Kante erhoben und kam nun auf uns zu um auf der Terrasse zu landen. Seltsam elegant setzte es mit allen Vieren auf wobei die Terrasse spürbar unter der Last ächzte. Die Flügel verlangsamten sich schnell und legen sich flach auf den Rücken des überdimensionalen Käfers. Selbst ein Titan hätte dies metallisch schimmernde Insekt nicht mehr zertreten können.

Grimmig stand das schwer gepanzerte und mit zwei großen Scheren bewaffnete Monster uns gegenüber. Überraschender weise schien es sich zu beruhigen. Das dumpfe Dröhnen verebbte und der massive Körper sackte etwas ab.

"Test.. Test...Hallo?" *mehrmaliges Klopfen* "Hey, ist das Mikro überhaupt angeschlossen?" klang es schrill vom dem Käfer herüber.
Verwundert richteten wir uns auf und traten ein wenig näher an das Ding heran. Unsere überlegte und diplomatische Antwort war dann ein verdutztes: "H-Hallo?"

"Ah gut. Es geht." tönte es erneut aus dem Lautsprecher. "Wir sind gekommen der Großkaiserin ein Ende zu setzen. Geht zur Seite und lasst unser Wunderwerk an die Arbeit."

"Euer Wunderwerk? Und wer ist 'wir'?"

"Wir... " *räusper* "Wir sind die mobile Goblin-Einsatztruppe! Wir sind die Antwort auf das Problem! Die ultimative Waffe gegen das Böse! Dies ist unser großes, autonom reparierendes Angriffs- und Lastenfahrzeug mit omnidirektionaler Navigation und derzeit im Käfer-Tarnmodus.
Tretet zur Seite und lasst G.A.R.A.L.O.N. Durch! Dies ist Eure letzte Warnung!“ klang es scheppernd zu uns herüber.

Das Summen, Brummen und Poltern im Inneren des sich wieder aufrichtenden Metallkolosses wurden schnell wieder lauter.

"Moment!" "Stop!" "Halt!" schrien und gestikulierten wird dem Käfer entgegen. Vergebens. Dieser stapfte bereits unbeirrt in Richtung des Palastinneren. Um nicht zertrampelt zu werden mussten wir ausweichen.

Ein paar Meter hatte der mechanische Käfer zurückgelegt und war fast im Palast verschwunden. Doch wurde er nun wieder langsamer und fing an sich unkontrolliert nach rechts und links zu bewegen. Man könnte meinen er würde sich schütteln oder gar bocken.

Nach einen kurzen Moment der Ruhe drehte sich G.A.R.A.L.O.N. zu uns um und setzte sich wieder in Bewegung. Dabei gingen die vorderen Scheren in Angriffsposition.

"Äh,... ähm.." stammelte es aus den Lautsprechern. "Es scheint wir haben vorübergehend die Kontrolle verloren. Wir würden empfehlen sich rasch zu entfernen. Lauft!“ „....der Kopf....“ „.. LAUFT!..."

Rauschen und Knacksen unterbrachen endgültig die Übertragung während der Käfer unbeirrt in unsere Richtung stapfte.

Das Rauschen endete und mit einem seltsamen Akzent wurde verkündet: "EINDRINGLINGE!"
*rausch* *knister* "Eingedrungen...", "...mein Palast..." und "...werdet sterben!" waren die letzten Klangfetzen bevor der mechanische Megakäfer in vollem Tempo Jagd auf uns machte. Der Akzent war uns von den Mantiden aus Klaxxi'ves vertraut. Aber hier? War das...war das etwa die Stimme der Großkaiserin?

Den Abgrund im Rücken und den Käfer zwischen uns und dem Palasteingang war eine Flucht keine Option. Sein Lauftempo war inzwischen beachtlich schnell. Es würden nicht alle den schnappenden, tödlichen Scheren entkommen können. Einige von uns mussten also das berserkende Vieh ablenken während andere es irgendwie stilllegen oder zumindest verlangsamen würden.

Ein direkter Angriff auf den schwer gepanzerten Körper schien aussichtslos und der Kopfbereich wurde durch die massiven Scheren wirkungsvoll verteidigt. Also versuchten wir unser Glück mit den Beinen. Das war einfacher gesagt als getan. Die gewaltigen Schreitwerkzeuge waren mit einem extrem dicken gummiartigen Material ummantelt. Mit großen oder kleinen Hieb- und Stichwaffen war kein schnelles Vorankommen auszumachen. Die kinetische Angriffsenergie verpuffte und wurde wie von einem Stoßdämpfer absorbiert. Große Hitze und andere magischen Angriffe schienen keine bessere Lösung zu sein.
Nach dem Motto "Steter Tropfen höhlt den Stein" fokussierten wir also einen kleinen Bereich an einem Bein und arbeiteten uns durch die zähe Außenhaut bis wir schließlich die darunter befindlichen Hydraulikleitungen beschädigen konnten. In hohem Bogen schoss die ölige und giftige Substanz aus den geritzten Leitungen. Die entstehenden Dämpfe wirkten einschläfernd und den unangenehm ätzenden Pfützen am Boden sollte man tunlichst ausweichen wollte man nicht schuhlos, fusslos und dann beinlos sein. Das angeschlagene Schreitbein des Käfers war sichtlich eingeschränkt und der Käfer verlor bereits zusehends an Tempo. Also ran an das nächste Bein!

Man könnte meinen wir hätten uns nur Bein um Bein vornehmen müssen und eins, zwei, drei, ... vier damit dem Spuk ein Ende gesetzt. Leider weit gefehlt. Den Gob-Ings war wohl bewusst, dass ein Angriff auf den Antrieb des G.A.R.A.L.O.N. eine Schwachstelle darstellte. Daher hatten sie eine wirkungsvolle Verteidigungsmechanik eingebaut. Der Käfer setzte zwischendurch zu einem kleinen Sprung an und ließ sich dann fallen. Das massive Gewicht zermalmte gnadenlos alles und jeden unter sich. Der entstehende Windschwall war das sekundäre Problem und nicht minder tödlich. Traf dieser doch mit so einer Wucht, dass er selbst gestandene Veteranen in voller Plattenrüstung mit Leichtigkeit umgehauen hätte. Extreme Vorsicht und gebührender Abstand war also angesagt.

Wir waren mittlerweile an Bein Nr. 3 zugange als wir bemerkten, dass Bein Nr. 1 scheinbar wieder funktionierte. Es trat auch keine Hydraulikflüssigkeit mehr aus. Die beschädigten Stellen hatte sich verhärtet und wieder verschlossen. Die Gob-Ings hatte mit "autonom reparierend" tatsächlich nicht gescherzt. Wir mussten unsere Schlagzahl also nochmals erhöhen um der Selbstheilung ein Schnippchen schlagen zu können. Der große Kreistanz auf der Terrasse in luftiger Höhe ging somit noch ein paar Runden bis schließlich G.A.R.A.L.O.N. "stillgelegt" werden konnte.
Ein Präzisionsschuss in den winzigen Lüftungsschacht am Hinterkopf der zu den Steuerungskristallen führte konnte das mechanische Todesinsekt dann endgültig deaktivieren.

Warum was dies „Wunderwerk“ auf uns los? Die Gob-Ings wollten nicht selbst in dem Ungetüm sitzen sondern es aus sicherer Entfernung steuern. Dabei hatten sie bei der Frequenzwahl ihrer Fernsteuerung eine unglückliche Wahl getroffen, denn diese überschnitt sich ausgerechnet mit dem Kommunikationsspektrum der Mantiden - speziell dem Gesang der Großkaiserin. Diese wurde somit direkt auf den Eindringling aufmerksam und überlagerte dann die Steuerungssignale um selbst die Kontrolle zu übernehmen.

Leicht betüddelt von den Hydraulikdämpfen beschlossen wir uns vom Acker zu machen und die Bergung der „Gobo-Einsatztruppe“ zu überlassen. Sie hatten diesen Koloss hier hochgebracht, dann konnten sie ihn auch wegschleppen.

Wir einigten uns darauf in Zukunft ein wenig netter zu den Goblins, insbesondere den Ingenieuren zu sein. Wenn es uns in Zukunft solche vor Größenwahn strotzenden Aktionen ersparen würde war es das sicher wert.




Mein neuer Blog

By Daemia (Thursday, December 20th 2012, 1:32pm)

Total spannend: goo.gl/WBaOv

Es ist doch nur ein Spiel

By Badyo (Tuesday, June 14th 2011, 11:29pm)

Ich habe in einem Beitrag hier im Forum, bei dem es um Bots und andere Betrügereien sowie auch um die Menschlichkeit untereinander ging (im weitesten Sinne), einen gewissen Satz gelesen, der mir leider immer wieder über den Weg läuft, und das jetzt schon fast 5 1/2 Jahre.

"Es ist doch nur ein Spiel!".

Und wenn ich das lese oder höre, dann könnte ich gleich an die Decke gehen. Es gab mal eine Zeit, da war ich selbst Gildenleiter und habe meine Schäfchen stets zu ehrbaren Spielern erzogen. Die Regeln, die ich leider aufstellen musste (obwohl sich das meiste ja doch irgendwie von selbst verstehen sollte), haben dies auch irgendwann weitgehend geschafft. In dieser Zeit hatte ich mit extrem vielen Leuten zu tun und habe so einige vielschichtige Einblicke in die Spielerschar machen dürfen. Wenn nicht sogar in die Menschen allgemein, denn das sind wir nun mal alle. Denkende und fühlende Menschen. Mal davon abgesehen, was jeden von uns dazu bewegt, hier zu sein, und mehr oder weniger erfolgsorientiert in diesem Spiel zu verweilen.

Allerdings schlage ich bewusst eine extrem sichtbare Brücke zwischen dem, wie sich Menschen im Spiel verhalten und wie sie am Ende auch in der realen Welt agieren. Ich möchte nun hier keine Diskussion lostreten, dass Progamer menschlich totale Idioten sind, und Möchtegern-Progamer noch mehr. Nein, es geht einfach um die Tatsache des Respekts unter Menschen und deren Verhalten gegenüber fremdem (virtuellen) Eigentum und auch untereinander.
  • Da sind zum einen die "Cheater", welche mit Bots oder dergleichen versuchen, ohne eigenen Zeiteinsatz sich Gold zu erschleichen, um sich so einen Vorteil zu verschaffen.
  • Da sind diejenigen, die versuchen, mit immer neuen Tricks sich Gold zu erschleichen, indem sie andere Spieler abzocken, auf welche Weise auch immer und ob nun bewusst oder unbewusst für den Betrogenen.
  • Da sind solche, die meinen, andere um ihren Loot zu betrügen (ich habe viele Male die Asche im Wind verfliegen sehen), wo aber viele andere mit beteiligt waren.
  • Da sind ebendiese Menschen, die immer und immer wieder versuchen, irgendwelche Lücken zu finden, um ihr eigenes (reales) Ego zu befriedigen und damit ja nun auch wissentlich anderen Menschen damit schaden.

Game over !

By Gizmaan (Tuesday, October 12th 2010, 2:43am)

Game Over.... Mein Resümee von Wotlk

Team

By Dione (Monday, October 11th 2010, 2:44pm)

Ein Team ist eine Gruppe von Personen,
deren Fähigkeiten einander ergänzen,
die sich für eine gemeinsame Aufgabe,
gemeinsame Leistungsziele und einen
gemeinsamen Arbeitsansatz engagieren, und
die sich gegenseitig zur Verantwortung ziehen.

Urlaubsfotos

By Gloow (Monday, October 4th 2010, 11:18am)

So, habs endlich mal geschafft eine kleine auswahl unser diesjährigen Urlaubsfotos aus Italien hochzuladen.

Rekrutierung

Derzeit suchen wir:
Spieler mit Erfahrung bei Hardmodes

Besonders gute Chancen haben:
Elementarschamanen
Hexenmeister
Schattenpriester
Katzendruiden
Schurken
Vergelterpaladine
Verstärkerschamanen

Herausragende und sehr erfahrene Spieler haben unabhängig vom expliziten Gesuch immer eine reelle Chance auf eine erfolgreiche Bewerbung.

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Das ich ausnahmslos alle Leute in der Gilde kenne (9)

38%

Das im Gildenchat viel los ist und darüber ständig Sachen organisiert werden (5er Instanzen, Twinkraids, PvP) (9)

29%

Das während der Raids gute Stimmung herrscht - ich spiele doch eh nur noch um zu raiden (7)

17%

Das im Forum/Voice Chat viel los ist und ich daran teilhaben darf - wer liest schon den Gildenchat, ist doch eh jeder im Voice (4)

17%

Das zu jeder Tages- und Nachtzeit Leute online sind, mit denen ich mich unterhalten kann (4)

13%

Das mir geholfen wird, wenn ich Hilfe suche (egal ob ich Zeit habe anderen zu helfen, wenn die Hilfe suchen) (3)