Sie sind nicht angemeldet.

[Dessalur]

Raidleiter

  • »Dessalur« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9 266

Hauptcharakter: Dessalur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

21

Montag, 2. Januar 2017, 16:20

Dummheit ist sicher nicht gleichverteilt. Und in dem Fall sinds einfach zwei paar Schuhe. Da Du mit Deinen Aussagen den Wert beschrieben hast, der die Population in zwei Hälften teilt, meinst Du den Median :)

Xiaojin

Fortgeschrittener

Beiträge: 242

BattleTag: ProfDrMorph#2329

Hauptcharakter: Xiaojin

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

22

Montag, 2. Januar 2017, 19:03

Prinzipiell stimmt es, dass der Begriff Median in dem Fall besser geeignet ist als Durchschnitt oder Erwartungswert. Aber es gibt genug Verteilungen neben der Gleichverteilung, z.B. die Normalverteilung, der viele oder gar die meisten Naturphänomene folgen, bei der Median und Erwartungswert zusammenfallen. Intelligenz (also die Umkehrung von Dummheit) ist meines Wissens nach normalverteilt. Damit ist Vince' ursprüngliche Aussage korrekt. :)

Sorry, Max, aber nachdem ich mir schon verkniffen hab auf den Durchschnitt vs. Median Fehler einzugehen, musste der Post hier jetzt einfach sein. ;)
Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

Xisthur

Profi

Beiträge: 872

Hauptcharakter: Xisthur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

23

Montag, 2. Januar 2017, 20:27

Das war nämlich genau das, was ich mir gedacht habe. Intelligenz folgt vermutlich einer Normalverteilung und damit sollte Median und Durchschnitt ziemlich gleich sein.
Dieser Beitrag könnte Meinungen des Autors beinhalten, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

Gromgor

Brawl-König

Beiträge: 1 992

BattleTag: Gizmaan#2127

Hauptcharakter: Gromgor

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

24

Montag, 2. Januar 2017, 21:38

Wie gut, dass hier offensichtlich nur Leute mit nem IQ von >=130 schreiben, sonst würden wir ja alle Homöopathie vergöttern.
Aber Spaß beiseite.

Zitat

Xisthur Ein Arzt ist nicht nur eine Ansammlung von Wissen, die Diagnosen stellen kann. Stell dir mal vor, wie beschissen das wäre, wenn dir ein Roboter mitteilt, dass du Krebs hast oder dass ein geliebter Mensch während der Operation gestorben ist. Das sind auch Dinge, die zum Arztberuf zählen und die definitiv nicht durch Maschinen übernommen werden können.

Zitat von »Xisthur«

Wenn ich zum Arzt gehe suche ich nicht ein beruhigendes Gespräch, sondern jemanden, der mir sagen kann, was mit mir nicht stimmt und das behandelt. Leute, die jemanden brauchen, der sich um sie kümmert und sich mit ihnen beschäftigt brauchen keinen Arzt, sondern einen Therapeuten oder einfach Freunde.

Was denn jetzt? ^^

Zitat von »Xisthur«

Menschen müssen vor Scharlatanerie geschützt werden, weil der Durchschnittsmensch nunmal ziemlich dumm und leichtgläubig ist. Und die Hälfte der Menschen ist sogar noch dümmer und leichtgläubiger, als der Durchschnittsmensch. Die Freiheit, sein Geld für sinnlosen Kram zu verschwenden ist nichts was sonderlich erstrebenswert ist, finde ich.

Bei der Scharlatanerie gebe ich dir vollkommen Recht - aber was "sinnloser Kram" ist, obliegt leider nicht deiner Definition, das darf jeder für sich entscheiden.
Das solltest du als Raucher (oder wie man das mit den E-Zigaretten nennt) ja auch zu schätzen wissen - von WOW ganz zu schweigen :P

Zitat von »Dessalur«

Die Schulmedizin ist sicher nicht der Weißheit letzter Schluss.

Wenn du damit meinst, dass die Behandlungsmethoden der Schulmedizin nicht immer optimal sind (bzgl. Operationszahlen und unnötiger Operationen, Bluttransfusionen bei Krebspatienten usw.) gebe ich dir Recht. Wenn du es aber so gemeint hast, wie die anderen es aufgefasst haben, würde ich da Vince und Daniel eher Recht geben wollen.

Zitat von »Xiaojin«

dass er sich, wenn er den will, über Dinge wie Homöopathie informieren kann. Anders sieht es z.B. mit Gebieten aus, wo man einfach spezielles Expertenwissen brauch (Stichwort: Auto). Da sind eben mehr Regeln sinnvoll.

Also sollte der Durchschnittsmensch (der dümmer ist als du & Vince) sich über Homöopathie ausreichend informieren können (wo sich seit Jahrzehnten Wissenschaftler drüber streiten), aber bei Autos brauchen die Expertenwissen, weswegen das reguliert sein sollte. Hm.

Einige Beiträge hier haben einen (mMn) einen sehr arroganten Beigeschmack.

P.S: Ich bin bzgl. Homöopathie da auf der Seite von Max - Sollense doch machen, wennse wolln'.
"Huuuuuuuuuuuuuuuuureeeeeeeee" Don Alessandro Cortese 2012 - 2014

Träne

.. never gets Legendaries

Beiträge: 2 420

BattleTag: Duk3#2158

Hauptcharakter: Tränenmacher

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

25

Montag, 2. Januar 2017, 22:19

Intelligenz ist hierbei = Bildung?
Oder ist es die Intelligenz und die Möglichkeit des Gehirns manche Dinge "einfach so" zu verstehen?

Ihr kennt das sicher alle - Es gibt Problemstellungen, die - auch wenn sie für die meisten Leute echt einfach erscheinen - einfach nicht in den Kopf wollen? Bei mir ist das z.B. die Sprache französisch. In 18 Tagen Asien Urlaub habe ich mehr chinesisch gelernt als in 3 Jahren Schul-französisch, französisch. Ich spreche/schreibe/lese fließend englisch aber verstehe kein Wort französisch. Die Sprache liegt mir einfach nicht. Ist das dann Dummheit wenn ich mit Mathe und Englisch Leistungskursen nen anständiges Abi habe - aber in Französisch ne 5 ?

Die erste Form von Intelligenz ist sicher schwerer zu erlangen - dafür muss man arbeiten. Die Möglichkeiten dazu sind aber in unserer Gesellschaft vorhanden. Hier gibt es Haufenweise Büchereien und in allen Behörden, Ämtern etc. gibts freie Internetzugänge an dafür eingerichteten Terminals.

Dummheit ist in meinen Augen eine Entscheidung. Wer sich dafür entscheidet, der muss dann damit leben eventuell Fehlentscheidungen zu treffen.

Dummheit jetzt aber an Gleichverteilungen in der Gesellschaft zu messen finde ich nicht gut. Es gibt Menschen bei denen schlä#gt die 2te Form von Intelligenz halt öfter zu.
Als "wirklich dumm" bezeichne ich die Leute die nicht über die 2te Form verfügen - aber für die 1te nicht arbeiten wollen. Ob ich als Programmierer jetzt wesentlich Intelligenter bin als mein Auto-Mechaniker weiss ich nicht. Das ich auf anderen Gebieten talentierter bin ist klar - dafür würde ich ohne diesen Menschen halt öfter mal zu Fuß gehen. Ich finde wir sollen beschließen, künftig einen Engangement-Index zu führen und danach zu urteilen. Die Wörter Dummheit und Intelligenz sind in meinen Augen nur schwer messbare Werte.

Oh .. und Homeoö ... ähm ... Homaö .... Homöe ... ach dieses Alternative-Wunderheiler-Handauflegen Zeugs mit den vielen Ö's und O's find ich lustig. Die machen da bei uns in der Apotheke immer ganz lustige Werbung für wenn ich mal wieder die Chemie-Keule gegen Migräne abholen gehe. Probiert hab ich's noch nie.

Und nochwas ... Finnland ... 2000 zufällig ausgewählte Menschen erhalten ein BGE ... was machen Sie damit ? Mich interessieren da vor allem Vermutungen BEVOR erste Statistiken kommen. Mal schauen wie nah wir ran kommen.

Oh .. und ich bin nicht weniger Intelligent wenn ich Kommata. Satzzeichen und groß-/kleinschreibung ignoriere. Ich bin nur faul weil meine Füße grade aufm Hocker liegen und ich für alle Zeichen meine Tastatur verrücken müsste und ... bla.
"Ihr Penner könnt nichtmal nen Regenschirm zu machen ... "

Xisthur

Profi

Beiträge: 872

Hauptcharakter: Xisthur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

26

Dienstag, 3. Januar 2017, 07:35


Zitat

Ein Arzt ist nicht nur eine Ansammlung von Wissen, die Diagnosen stellen kann. Stell dir mal vor, wie beschissen das wäre, wenn dir ein Roboter mitteilt, dass du Krebs hast oder dass ein geliebter Mensch während der Operation gestorben ist. Das sind auch Dinge, die zum Arztberuf zählen und die definitiv nicht durch Maschinen übernommen werden können.

Zitat

Wenn ich zum Arzt gehe suche ich nicht ein beruhigendes Gespräch, sondern jemanden, der mir sagen kann, was mit mir nicht stimmt und das behandelt. Leute, die jemanden brauchen, der sich um sie kümmert und sich mit ihnen beschäftigt brauchen keinen Arzt, sondern einen Therapeuten oder einfach Freunde.

Was denn jetzt? ^^

Beides? Es gehört zum Arztberuf, menschlich zu sein. Dass man sich als Arzt nicht ewig Zeit für jeden Patienten lassen kann, steht dem nicht entgegen. Und wer wirklich jemanden braucht, der einem zur Seite steht und sich mit einem unterhält, ist beim Arzt an der falschen Stelle.

Zitat


Zitat von »Xisthur«

Menschen müssen vor Scharlatanerie geschützt werden, weil der Durchschnittsmensch nunmal ziemlich dumm und leichtgläubig ist. Und die Hälfte der Menschen ist sogar noch dümmer und leichtgläubiger, als der Durchschnittsmensch. Die Freiheit, sein Geld für sinnlosen Kram zu verschwenden ist nichts was sonderlich erstrebenswert ist, finde ich.

Bei der Scharlatanerie gebe ich dir vollkommen Recht - aber was "sinnloser Kram" ist, obliegt leider nicht deiner Definition, das darf jeder für sich entscheiden.
Das solltest du als Raucher (oder wie man das mit den E-Zigaretten nennt) ja auch zu schätzen wissen - von WOW ganz zu schweigen :P

"Sinnloser Kram" war der falsche Ausdruck. Ich meinte damit Kram, der nicht den Zweck erfüllt, den er erfüllen soll oder vorgibt zu erfüllen und daher sinnlos ist, wenn es darum geht, was man damit machen will. Wenn ich zum Homöopathen gehe und mir Zucker für meinen Kaffee kaufe, dann sind die Globuli nicht sinnlos, sondern erfüllen ihren Zweck ;-)

Zitat

Einige Beiträge hier haben einen (mMn) einen sehr arroganten Beigeschmack.

Das ist leider immer ein Problem, wenn das Thema Dummheit/Intelligenz mit reinspielt. Sobald man sagt "es gibt Menschen, die sind strohdumm" und sich nicht sofort explizit auch als Strohdumm bezeichnet, kommt man arrogant rüber. Da müssen wir dann mit leben, dass du so denkst.Anderen Leuten Worte in den Mund legen ist doof.

Wieso kommen die Beiträge für dich denn arrogant rüber?

Zitat


P.S: Ich bin bzgl. Homöopathie da auf der Seite von Max - Sollense doch machen, wennse wolln'.

Und das, obwohl du mir eben noch Recht gegeben hast, dass Menschen vor Scharlatanerie geschützt werden müssen? Was denn jetzt? ^^
Dieser Beitrag könnte Meinungen des Autors beinhalten, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xisthur« (3. Januar 2017, 07:54)


[Dessalur]

Raidleiter

  • »Dessalur« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9 266

Hauptcharakter: Dessalur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

27

Dienstag, 3. Januar 2017, 08:08

Natürlich ist meine Aussage, dass die Schulmedizin nicht der Weisheit letzter Schluss ist, im Kontext des von mir angeführten Beispiels an so mancher Eigenart unseres Gesundheitssystems zu verstehen. Ich rede nicht von Zweifeln an erwiesen wirksamen Behandlungen/Verfahren, sondern von den Rahmenbedingungen. Alex hat es genau richtig verstanden: Unser Gesundheitssystem hat sich vom Menschen entfernt und stellt die Gesunderhaltung von Patienten eben nicht immer an die oberste Stelle.

Wider besseren (wissenschaftlich erwiesenen) Wissens ignoriert unser in vielen Punkten technokratischer/bürokratischer/auf Gewinnmaximierung ausgelegter Lösungsweg im ambulanten und stationären Sektor den Einfluss von psychosomatischen Faktoren (siehe "somatoforme Störungen"). Die Sehnsucht der Menschen nach "ganzheitlichen" Betrachtungen, um der (nicht immer körperlichen) Ursache einer Erkrankung auf den Grund zu gehen, kann ich verstehen. Wenn das ausführlichere weil per Honorar eher großzügig ausfallende Gespräch mit einem Homöopathen das eine oder andere psychische Pflaster zu kleben vermag, habe ich damit eben (mit den bereits genannten Einschränkungen) kein Problem.

Beiträge: 399

BattleTag: Mavarius#2219

Hauptcharakter: Mavarius

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

28

Dienstag, 3. Januar 2017, 11:32

Da das Thema Homoöpathie denke ich zu genüge behandelt wurde, würde ich gerne ein anderes Thema vorschlagen, das wieder in meinem Kopf rumgeistert seit ich "Inferno" von Dan Brown gelesen habe und davor "Der Planetenwanderer" von J.R.R Martin


Das Thema: Die Überbevölkerung der Welt und ihre Konsequenzen

Sowohl Martin als auch Brown benutzen beide am Ende die Infertilität der Menschheit um eine Überbevölkerung zu verhindern bzw rückgängig zu machen. Bei Brown durch den "Bösen Wissenschaftler" und bei Martin durch einen Raumfahrer der durch ein spezielles Raumschiff gottgleiche Fähigkeiten in der Genetik besitzt. Beide führen an, dass der Mensch von alleine nicht aufhört sich zu vermehren. Im Planetenwanderer hilft der Protagonist erst mit immer neuen Nahrungsmitteln dem überbevölkerten Planeten. Die Regierung sagte immer wieder, sie bräuchten Zeit um ihrer Bevölkerung die Wahrheit beizubringen. Nachdem er das vierte oder fünfte Mal kommt und sich nichts ändert, spielt er am Ende Gott und macht 50% der Menschheit unfruchtbar sowie die nächsten Generationen. Auch wenn Sci-Fi denke ich, dass es genau so auf dieser Welt aussehen würde. Wir geben viel auf Freiheit, auch was die Freiheit des Kinderkriegens angeht.

Heute gab es dazu einen Artikel bei der Süddeutschen Zeitung den ich sehr interessant fand, wenn auch im Grunde nicht neu.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ueberbevoelkerung-wir-werden-viel-zu-viele-1.3180810

Insbesondere Seite zwei habe ich für anregend gehalten:

Zitat

Einen Beitrag zur Überbevölkerung leisten die Deutschen mit ihrer niedrigen Fortpflanzungsrate zwar nicht. Aber wenn sie nicht bereit sind, Energie- und Ressourcenverbrauch deutlich zu drosseln, können sie auch kaum erwarten oder verlangen, dass die Menschen in den ärmsten Regionen sich einschränken. Dort wächst die Bevölkerung weiterhin, was sich langfristig auf den ganzen Planeten auswirken wird. Randers und Maxton fordern deshalb eine intensive Hilfe des reichen Westens etwa beim Aufbau kohlenstoffarmer Energieversorgung, bei Programmen zur Förderung der Bildung und der Gesundheit

Zitat

Es wäre ihnen zufolge aber auch "enorm hilfreich, wenn die Gesellschaft die Wachstumsrate der Bevölkerung noch mehr drosseln, idealerweise sogar ins Negative kehren würde". Im Westen ließe sich der vielerorts bestehende Trend über eine Förderung noch verstärken, was aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs gut wäre. Dabei wollen die Forscher die Anreize für mehr Geburten nicht beseitigt sehen, die manche Länder ihrer schrumpfenden Bevölkerung bieten. Ihr vorgeschlagener Bonus für Frauen, die nur ein oder gar kein Kind in die Welt setzen, solle aber zu einem neuen Denken anregen, "und dazu, dass die reiche Welt ein Beispiel gibt und zum Vorbild wird". Es geht also auch um ein wichtiges Signal in Richtung der Entwicklungsländer.

Zitat

Aber wer im Westen der Neigung zur Fortpflanzung nachgeben will, sollte vor dem Hintergrund der globalen Entwicklung darüber nachdenken, ob ein oder zwei Kinder nicht genügen.

Da ich einfach mal abwarten möchte wie eure Meinungen dazu sind, hier ein paar Fragen:

Probleme: Ressourcen, Überbevölkerung

Frage 1: Sind neue Technologien die Lösung? Sowohl was Nahrung als auch Energie angeht? Oder holen wir und damit nur Zeit und verschieben das Problem auf später?
Frage 2: Wie sollte man die Überbevölkerung angehen? Gesetze wie in China?
Frage 3: Eventuell auch eine persönliche, habt ihr vor Kinder zu bekommen, wenn ja wie viele und warum? Gebt mir bitte mal einen nicht-egoistischen Grund an ein Kind zu bekommen


Bücher:
https://www.amazon.de/Planetenwanderer-R…lanetenwanderer
https://www.amazon.de/Inferno-Thriller-R…eywords=inferno

Xiaojin

Fortgeschrittener

Beiträge: 242

BattleTag: ProfDrMorph#2329

Hauptcharakter: Xiaojin

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

29

Dienstag, 3. Januar 2017, 12:05

Also sollte der Durchschnittsmensch (der dümmer ist als du & Vince) sich über Homöopathie ausreichend informieren können (wo sich seit Jahrzehnten Wissenschaftler drüber streiten), aber bei Autos brauchen die Expertenwissen, weswegen das reguliert sein sollte. Hm.

Leute, die Homöopathie mehr als den Placebo-Effekt zuschreiben, sind allerhöchstens Pseudowissenschaftler. Wissenschaftlich ist da gar nichts umstritten. Und ja, ich traue dem Durchschnittsmensch ausreichend Medienkompetenz zu um erkennen zu können was Homöopathie ist. Um über ein Auto urteilen zu können gehört eben weit mehr dazu als man sich mal eben an einem Nachmittag (oder lass es nen Wochenende sein) Suche im Internet aneignen kann.

Natürlich ist meine Aussage, dass die Schulmedizin nicht der Weisheit letzter Schluss ist, im Kontext des von mir angeführten Beispiels an so mancher Eigenart unseres Gesundheitssystems zu verstehen. Ich rede nicht von Zweifeln an erwiesen wirksamen Behandlungen/Verfahren, sondern von den Rahmenbedingungen. Alex hat es genau richtig verstanden: Unser Gesundheitssystem hat sich vom Menschen entfernt und stellt die Gesunderhaltung von Patienten eben nicht immer an die oberste Stelle.

Wider besseren (wissenschaftlich erwiesenen) Wissens ignoriert unser in vielen Punkten technokratischer/bürokratischer/auf Gewinnmaximierung ausgelegter Lösungsweg im ambulanten und stationären Sektor den Einfluss von psychosomatischen Faktoren (siehe "somatoforme Störungen"). Die Sehnsucht der Menschen nach "ganzheitlichen" Betrachtungen, um der (nicht immer körperlichen) Ursache einer Erkrankung auf den Grund zu gehen, kann ich verstehen. Wenn das ausführlichere weil per Honorar eher großzügig ausfallende Gespräch mit einem Homöopathen das eine oder andere psychische Pflaster zu kleben vermag, habe ich damit eben (mit den bereits genannten Einschränkungen) kein Problem.

Das psychosomatische Faktoren bei uns zu oft zu kurz kommen, stimmt leider. Allein außer meiner Erfahrung kann ich mich da sowohl an positive als auch an negative Fälle erinnern. Richtig wäre hier aber IMHO zu ermöglichen, dass Patienten von einem richtigen Arzt eben auch zusätzlich ihr "psychisches Pflaster" bekommen können, statt eben Quacksalber mit Steuergeldern mitzufinanzieren. Klar ist das kein Problem, dass man mal eben schnell löst. Dafür müssen ja sowohl Ärzte ausreichend Möglichkeiten und Motivation bekommen sich mehr um Einzelne zu kümmern, als auch die Patienten das so gegebene Angebot der Ärzte annehmen. Aber hier einfach zu sagen "naja, dann akzeptieren wir halt Homöopathie, Thema erledigt." finde ich falsch.
Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

Xiaojin

Fortgeschrittener

Beiträge: 242

BattleTag: ProfDrMorph#2329

Hauptcharakter: Xiaojin

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

30

Dienstag, 3. Januar 2017, 12:19


Frage 1: Sind neue Technologien die Lösung? Sowohl was Nahrung als auch Energie angeht? Oder holen wir und damit nur Zeit und verschieben das Problem auf später?

Technologie und Innovation sind immer so ein "hier drückt der Schuh gerade, dass will ich jetzt beheben, also lass ich mir was einfallen"-Ding. Wir werden immer Probleme haben und uns deswegen irgendwas einfallen lassen. Ob das jetzt Nahrung, Energie, Sex oder was auch immer ist. So viel Vertrauen ich in Technologie auch habe, ich denke Technologie allein wird nicht die Lösung sein. Eine Kombination aus besserer Technologie, Begrenzung des Verbrauchs pro Person und Begrenzung der Bevölkerung wird bei den genannten Problemen (Nahrung, Energie) nötig sein. Die beiden Begrenzungen (pro Person und Bevölkerung) bedingen sich natürlich gegenseitig und Technologie kann helfen sie hoch zu setzen. Ich denke nicht, dass wir hier schon an der Grenze des Machbaren sind, vor allem was Gewinnung nutzbarer Energie angeht.

Frage 2: Wie sollte man die Überbevölkerung angehen? Gesetze wie in China?

Ich würde mir anschauen was für Faktoren in Gesellschaften wie bei uns oder in Japan dafür sorgen, dass die Geburtenrate so niedrig ist. Wohlstand? Soziale Werte? Keine Ahnung muss ich zugeben. Diese Faktoren sollten dann möglichst weltweit umgesetzt werden und zwar so getuned, dass eben am Ende eine vernünftige, stabile Bevölkerungszahl bei raus kommt.

Frage 3: Eventuell auch eine persönliche, habt ihr vor Kinder zu bekommen, wenn ja wie viele und warum? Gebt mir bitte mal einen nicht-egoistischen Grund an ein Kind zu bekommen

Ich will keine Kinder, mir graut es auch schon davor in ein paar Monaten Onkel zu werden. Ich kann mit Kindern so rein gar nichts anfangen. Und wenn sich nicht in den nächstens Jahren was bei mir und meiner Einstellung ändert, bin ich eh zu alt um noch ernsthaft ans Kinder kriegen zu denken. ;)
Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

Beiträge: 725

BattleTag: Branduril#2867

Hauptcharakter: Branduril

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

31

Dienstag, 3. Januar 2017, 15:43

Uh, ein sehr interessantes Thema.
Da habe ich vor ein paar Tagen ein sehr interessantes Video gesehen, dass ich euch nicht vorenthalten möchte.
Bitte seht das als einen Input zur Diskussion und nicht als meine Meinung. Die Studien und Daten, die in dem Video verwendet werden habe ich selbst nicht gesehen, von daher stehe ich nicht dahinter. Aber ich finde es ist eine interessante Idee.

[Dessalur]

Raidleiter

  • »Dessalur« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9 266

Hauptcharakter: Dessalur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

32

Samstag, 7. Januar 2017, 13:45

Und ein Artikel, der den Bogen zurück zu Arbeitsplätze vs. KI schlägt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne…xing_share=news

33

Mittwoch, 18. Januar 2017, 16:51

Ich habe (zu) lange überlegt, ob ich zur Homöopathie etwas schreibe, mein Kernpunkt wäre auch eher die 'Leichtgläubigkeit' der Nutzer gewesen, über die ich mir Gedanken mache... aber heute habe ich im Radio einen Werbespot der DAK gehört, die extra damit wirbt, für "So kleine Kugeln? Nutzen die denn was?" (aus der Erinnerung, kein exaktes Zitat) zu zahlen. Das fand ich ja schon krass, nicht nur, weil Geld in Werbung gesteckt wird, sondern weil es so gezielt auf ein Publikum zielt, dass sich eben meist durch Leichtgläubigkeit oder Verzweiflung auszeichnet...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lariça« (18. Januar 2017, 20:52)


Xisthur

Profi

Beiträge: 872

Hauptcharakter: Xisthur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

34

Mittwoch, 18. Januar 2017, 17:07

Die DAK-Werbung habe ich in den letzten Tagen auch ein paar mal gehört und ich muss jedes mal mit den Augen rollen. Finde ich absolut absurd, dass sowas durch unser Gesundheitssystem noch subventioniert wird!
Dieser Beitrag könnte Meinungen des Autors beinhalten, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

35

Dienstag, 14. Februar 2017, 05:57



Back on Topic mit einem 3 Jahre alten Video ;)


[Adalia]: Weil die mysteriöse Sprache Englisch mit ihrer fremden Aussprache und außergewöhnlichen Betonung das Extravagante der fantastischen Welt Sanktuario mehr betont als das schnöde Deutsch. :P

Xiaojin

Fortgeschrittener

Beiträge: 242

BattleTag: ProfDrMorph#2329

Hauptcharakter: Xiaojin

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

36

Donnerstag, 30. März 2017, 10:27

Zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/…en-3664389.html

Interessante Zahlen, wobei man mal checken müsste was in den 888 Milliarden Euro Sozialstaatausgaben alles in welcher Höhe drin steckt (sowohl wo das Geld her kommt als auch wo es hinfließt). Ich gehe nämlich stark davon aus, dass die Rechnung mit 925 Euro Grundeinkommen für jeden beinhaltet, dass man manche Sachen, die vorher quasi umsonst waren, selbst übernehmen muss. Wahrscheinlich hätte ich dann bei meinem Zahnarztbesuch heute morgen (nur ne allgemeine, jährliche Kontrolle) nämlich direkt noch ne Rechnung mitbekommen (Ok, ich zahl ja eigentlich jetzt schon dafür -> Krankenversicherung). ;) Aktuell wäre so ein Grundeinkommen von 925 Euro pro Monat schon ordentlich, die Frage ist halt wie viel das am Ende noch Wert ist, wenn andere Dinge dafür teurer werden mit der Begründung "das wird jetzt nicht mehr staatlich gefördert/subventioniert und jeder hat ja x Euro Grundeinkommen".
Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

37

Freitag, 31. März 2017, 03:35

Jop. Das waere dann lustigerweise schon wieder naeher am US Modell. Wenn du keine Extra-Arztkosten willst, musste dich entsprechend krankenversichern - und wenn du dir das net leisten kannst vom bedingungslosen Grundeinkommen, musste arbeiten gehen dafuer.

Aber alles nur Spekulation - stimme dir zu der Artikel liest sich so als wenn jeder das Grundeinkommen bekommt und der Staat aufhoert 888 Milliarden fuer Sozialleistungen auszugeben, und wir wissen nicht was da alles drinnen steckt. :)


[Adalia]: Weil die mysteriöse Sprache Englisch mit ihrer fremden Aussprache und außergewöhnlichen Betonung das Extravagante der fantastischen Welt Sanktuario mehr betont als das schnöde Deutsch. :P

Xiaojin

Fortgeschrittener

Beiträge: 242

BattleTag: ProfDrMorph#2329

Hauptcharakter: Xiaojin

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

38

Freitag, 31. März 2017, 15:33

Gerade mit Blick auf das US-Modell würde ich mich glaube nicht darüber freuen, wenn staatliche Sozialleistungen wie z.B. die Krankenversicherung komplett wegfallen würden. So cool Breaking Bad auch ist, ich bin heilfroh das die Storyline in Deutschland überhaupt nicht funktionieren würde, weil Walter sich weder darum sorgen machen müsste ob er sich eine Behandlung leisten kann (vielleicht nicht die beste, aber eine angemessene), noch ob seine Familie nach seinem Tod überleben kann. Und diese Absicherung finde ich doch beruhigend, auch wenn man bei manchen Dingen (z.B. Hartz IV) drüber streiten kann wie gut sie wirklich sind. Aber vielleicht gibt es ja einen Mittelweg? :)
Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

39

Freitag, 31. März 2017, 19:31

Gut, Krankenversicherungen sind ja aktuell in Deutschland auch nicht das gelbe vom Ei durch die schiere Anzahl, trotzdem sie 'staatlich' sind. Frankreich finde ich da das bessere System - da gibt es eine einzige staatliche Krankenversicherung fuer alle und alles andere ist Privat.

Und Kram wie Hartz IV wuerde ja wegfallen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, genau wie Arbeitslosengeld und Rente.


[Adalia]: Weil die mysteriöse Sprache Englisch mit ihrer fremden Aussprache und außergewöhnlichen Betonung das Extravagante der fantastischen Welt Sanktuario mehr betont als das schnöde Deutsch. :P

[Dessalur]

Raidleiter

  • »Dessalur« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9 266

Hauptcharakter: Dessalur

Gilde: Verdammte Horde

  • Nachricht senden

40

Sonntag, 2. April 2017, 08:38

Der Wettbewerb zwischen Krankenkassen hat schon auch gute Seiten. Nicht zuletzt sorgt er für ein gewisses Korrektiv, das nicht nur von den Aufsichten (also dem Staat) ausgehen muss, sondern auch um Kontrolle untereinander. Und der wichtigste Aspekt ist die Effizienz von Systemen, die im gegenseitigen (Preis-)Wettbewerb stehen. Eine staatlich verwaltete Einheitskasse kann so (in)effizient wie Behörden arbeiten - die Kosten würden immer von den Versicherten gedeckt werden. Wenn jedoch Effizienz im Betrieb auch für einen günstigen Beitragssatz sorgt, werden Krankenkassen auch als Unternehmen und eben nicht als Behörden geführt. Dass das Thema Innovation (im Sinne des medizinischen Fortschritts und der Rolle, die Krankenkassen auch bei der Gesunderhaltung spielen können) bei einer Behörde ganz anders angesiedelt wäre, als in einem Markt mit einer dann doch überschaubaren Anzahl von nennenswert großen Wettbewerbern, leuchtet vermutlich auch jedem ein.